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"Erhebung von humangeographischen Daten zur Erstellung von nutzerorientierten Karten" - Sommersemester 2012
Marcus Götz, Christopher Barron & Pascal Neis
Diese Webseite zeigt die Ergebnisse der Studenten eines Geländepraktikums an der Universität Heidelberg. Im Rahmen eines Semesters haben sich insgesamt 20 Studenten in sieben Gruppen aufgeteilt, um eine eigene Karte zu einem bestimmten Themengebiet zu erstellen. Das Besondere dabei war, dass die Studenten freie Geodaten vom OpenStreetMap (OSM) Projekt nutzten bzw. ihre eigenen Daten erheben sollten. Nach einer allgemeinen Einführung in das OSM Projekt und die Erarbeitung der Anforderungen an die jeweiligen Karten, haben die Studenten einen Monat lang selbstständig Daten erhoben und aufbereitet. Dabei nutzten sie im ersten Schritt die bestehenden Daten in OSM oder öffentlich verfügbaren Informationen für einen initialen Abgleich. Im zweiten Schritt wurden dann mittels GPS-Empfänger selbstständig neue Geodaten erhoben und in die OSM-Datenbank eingefügt. Für die Erstellung der eigenen web-basierten Karte wurden weitere Kenntnisse in HTML, CSS und OpenLayers vermittelt. Die Arbeitsweise, Erkenntnisse und gesammelten Erfahrungen fassten die Gruppen dann jeweils in einem Abschlussbericht und einer Abschlusspräsentation zusammen. Die erstellten Karten sowie eine Kurzzusammenfassung der Ziele aller sieben Gruppen sind nachfolgend zu finden:
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Studentenwohnheimkarte
(Manuela Raab, David Alsters & Julian Käflein)
Für angehende Studenten stellt die Wohnungssuche in ihrer zukünftigen Universitätsstadt nicht selten eine große Hürde auf dem Weg ins Studium dar. In Heidelberg gestaltet sich die Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft aufgrund des kleinen Wohnungsmarktes als besonders schwer. Somit stellen Wohnheime des Studentenwerks und anderer Träger in der Stadt nicht nur eine kostengünstige, sondern oft auch notwendige Alternative für Wohnungssuchende dar. Die Wohnbedingungen in den Studentenwohnheimen können meist nur über die jeweiligen Internetauftritte eingesehen werden, wo vor allem auf den Präsenzen der privaten Träger nur uneinheitliche bzw. unvollständige Informationen angeboten werden. Für Wohnungssuchende ist dabei die oft nicht erkennbare Lage der Wohnheime in der Stadt durchaus auch von Interesse. Es zeigt sich also, dass eine "Wohnheimkarte", die Informationen zu den einzelnen Studentenwohnheimen in Heidelberg – wie z.B. Zimmeraustattung oder Gemeinschaftsräume – mit deren Lage in der Stadt verbindet, eine Informationslücke schließen kann und angehenden Studierenden eine schnelle und bequeme Entscheidungshilfe für die Suche nach einer Unterkunft bietet. Im Rahmen unserer Projektarbeit stellten wir alle relevanten Informationen aus Internetquellen, Fragen an die Träger und selbst erhobenen Daten wie z. B. GPS-Tracks zusammen und pflegten sie in die OpenStreetMap-Karte ein. Auf dieser Grundlage basiert die Wohnheimkarte, auf der die einzelnen Wohnheime durch aufrufbare Popup- Fenster übersichtlich und benutzerfreundlich dargestellt sind.
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Postkarte
(Steffen Boettcher, Florian Rühl & Max Wibel)
Jeder kennt das Problem in einer vielleicht fremden Umgebung den nächsten Briefkasten zu finden, der auch noch zur passenden Zeit geleert wird. Wir, drei Studenten der Universität Heidelberg, haben uns deshalb das Ziel gesetzt, eine für jeden frei über das Internet benutzbare Karte über die Postinfrastruktur der Stadt Heidelberg zu gestalten. In unserer Karte sind die zwei wichtigsten Postdienstleister der Stadt Heidelberg, Morgenpost und Deutsche Post, mit Filialen, Briefkästen und Briefmarkenautomaten und -verkaufsstellen vereint. Desweiteren enthält unsere Karte auch die großen Paketdienstleister in Deutschland DHL, Hermes, GLS und DPD mit ihren städtischen Filialen und Packstationen. Insgesamt sind 122 Objekte erhoben worden, sie sind jeweils mit einem speziellen Symbol in der Karte gekennzeichnet und werden in der Legende auf der rechten Seite neben der Karte beschrieben. Die Objekte in unserer Karte sind außerdem mit allen wichtigen Informationen zu einem Objekt hinterlegt und werden über Linksklick mit der Maus in einem extra Pop-up Fenster angezeigt. Beispiele hierfür sind Öffnungszeiten, Leerungszeiten oder die genaue Adresse.
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Biokarte
(Julia Busert, Claudia Dellmann & Josepha Merz)
Die Karte „alternativ Einkaufen“ in Heidelberg stellt eine nutzerorientierte Internetkarte dar, zugeschnitten auf einen Personenkreis, der fernab der konventionellen Supermärkte seinen täglichen Nahrungsmitteleinkauf erledigen möchte. Mit dieser Karte wird der steigenden Nachfrage nach ökologischen und regionalen Produkten nachgekommen. Um eine solche Karte zu verwirklichen, wurden Informationen bezüglich Kontaktdaten, Adressen und Öffnungszeiten von Bioläden, Hofläden und Wochenmärkten gesammelt und in OpenStreetMap allgemein zugänglich gemacht. Auf der Grundlage dieser frei verfügbaren Daten entstand die Karte „alternativ Einkaufen“, die es dem Nutzer ermöglicht zwischen den Rubriken „Bioladen/Hofladen“ und „Wochenmarkt“ zu unterscheiden. Da die Nachfrage nach regionalen Erzeugnissen ebenso steigende Tendenzen aufzeigt wie die nach ökologischen Produkten wird dem Wunsch nach Regionalität durch die Aufnahme von Hofläden und Wochenmärkten Rechnung getragen. Zu beachten gilt hier, dass ein „regionaler“ Anbau nicht automatisch mit „ökologisch“ gleichzusetzen ist. Bei den beiden letztgenannten Objekten steht vornehmlich das Kriterium des Regionalen im Vordergrund. Durch das Anklicken eines „Apfel-Symbols“ in der Karte, welches die Lage des Objekts aufzeigt, kann ein sogenanntes Popup-Fenster geöffnet werden. Diese Funktion bietet dem Nutzer weitreichende Informationen bezüglich Adresse, Kontaktdaten und Öffnungszeiten der ausgewählten Einkaufsmöglichkeit und ermöglicht somit ein gezieltes Einkaufen ökologischer und regionaler Produkte.
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Kneipenkarte
(Katharina Anders, Konstantin Badelt & Christian Rittershofer)
Ob Cocktailabend mit Freunden, ein entspannter Drink zu zweit, oder das klassische "Feierabendbier", der abendliche Barbesuch gehört für viele Menschen mittlerweile zum Alltag. Entsprechend dem Anlass sind die verschiedenen Eigenschaften der Lokale von zentraler Bedeutung, und die passende Atmosphäre Grundlage für einen gelungenen Abend. Um die Suche nach der passenden Stelle, die dem geplanten Anlass gerecht wird, einfacher und schneller zu gestalten, wurde im Rahmen des Geländepraktikums „Humangeographische Anwendung von frei verfügbaren Geodaten“ eine digitale Karte Heidelbergs erstellt, welche die passenden Informationen dafür bereitstellt, basierend auf frei zugänglichen und nutzbaren Daten, welche mithilfe eines HTML-Dokuments aus dem Projekt "OpenStreetMap" gefiltert, und auf eine eigene Seite exportiert werden. Durch verschiedene Icons, sowie nähere Details, wie Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Fotos, welche in den Pop-Ups der Karte ersichtlich werden, werden die verschiedenen Bars übersichtlich gegliedert. Ob für neu zugezogene Student, Tourist, oder langjähriger Bewohner auf der Suche nach Abwechslung, die "Kneipenkarte Heidelberg" bietet für jeden die Möglichkeit, die den individuellen Ansprüchen entsprechende Kneipe gezielt auszumachen und sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Auf diese Weise bleibt dem Nutzer die langwierige Suche nach der persönlichen Stammkneipe erspart. Aufgrund der Nutzung frei zugängicher Daten aktualisiert sich die Karte selbst, sobald die Informationen in OSM geändert werden, sodass der Nutzer stets im Bild ist, welche Änderungen sich im Laufe der Zeit ergeben.
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Hydrantenkarte
(Julian Bergemann, Julia Mini & Philipp Neumayr)
Bei einem Brand ist es wichtig, dass die Feuerwehr so schnell wie möglich in der Lage ist das Feuer zu löschen, wozu Hydranten benötigt werden. Allerdings liegen die Informationen über die Art, die Lage und den Durchmesser eines Hydranten nicht als interaktive Karte vor, was die Suche nach einem geeigneten Hydranten erschwert. Dies wird durch die web-basierte Hydrantenkarte auf Grundlage von OSM-Daten für den Stadtteil Neuenheim in Heidelberg geändert. Für die Projektarbeit wurden zunächst alle Hydranten im Stadtteil mittels GPS-Gerät aufgenommen und in OpenStreetMap eingespeist sowie Zusatzinformationen eingetragen. Das abschließende Ergebnis ist eine ausführliche Hydrantenkarte mit insgesamt 493 Hydranten und deren begleitende Informationen. Im Rahmen der Erstellung wurde die Karte in eine interaktive Webseite eingebettet und mit Informationen versehen. Hierbei ist vordergründig zu beachten, dass ein schneller Abruf der Informationen für die Feuerwehr von besonderer Bedeutung ist, was aufgrund einer zentralen Anordnung der Karte sowie der zugehörigen Legende gewährleistet ist. Die Karte gibt Informationen zu Lage, Art und Durchmesser eines Hydranten. Es werden drei verschiedene Symbole für die jeweiligen Hydrantenarten verwendet, die angeben ob es sich um einen Unter-, Überflur-, oder Wandhydranten handelt. Wird oben rechts in der Karte das "+"-Zeichen angeklickt, so öffnet sich ein Menü, das der Feuerwehr erlaubt, sich verschiedene Durchmesser einblenden zu lassen oder eine bestimmte Art von Hydrant auszuwählen.
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Freizeitkarte
(Ines Funke, Jonas Gütter & Fabian Stoll)
Im Rahmen des Geländepraktikums „Humangeographische Anwendung von frei verfügbaren Geodaten“ an der Universität Heidelberg haben die Studenten Ines Funke, Jonas Gütter und Fabian Stoll im Sommersemester 2012 eine nutzerspezifische, interaktive Web-Karte mit den Heidelberger Sport- und Freizeiteinrichtungen erstellt. Insgesamt wurden 280 Sport- und Freizeitanlagen kartiert, nämlich Outdoor-Sportanlagen, Sporthallen, öffentliche Bäder, Reithallen, Grillstellen, der Tiergarten sowie der Botanische Garten. Diese Infrastruktur wird entweder von der Stadt Heidelberg oder von Vereinen betrieben. Das Aufnahmegebiet umfasst bewusst alle Stadtteile Heidelbergs, um tatsächlich allen Bewohnern der Stadt ein Recherchemedium zu bieten. Das GPS-System (Global Positioning System) dient der satellitengestützten Positionsbestimmung und Navigation. Es wurde von der Gruppe mithilfe eines GPS-fähigen Gerätes zur Datenerfassung, also für die Feldforschung, genutzt. Letztere umfasste jedoch auch das Aufnehmen von georeferenzierten Fotos der einzelnen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Zudem fertigte die Gruppe zahlreiche handschriftliche Notizen an. Anschließend wurden die erhobenen Daten in OpenStreetMap (OSM), einer frei zugänglichen Internet-Geodatenbank, eingespeist. Dies erfolgte mithilfe des offline-Editors JOSM (Java OpenStreetMap Editor), der es ermöglicht, Geodaten aus der OSM-Kartendatenbank herunterzuladen, sie offline zu bearbeiten und anschließend allen OSM-Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die Homepage wurde auf der Basis der Hypertext Markup Language (HTML) erstellt. Mit HTML lassen sich Webseiten-Inhalte in Bezug auf deren Größe, Farbe und Positionierung unterschiedlich darstellen. Dazu werden diese mit bestimmten Attributen, so genannten Tags, versehen und in einer HTML-Datei abgespeichert. Diese kann von einem Webbrowser (z. B. Firefox, Internet Explorer) in der gewünschten Form angezeigt werden. Um die auf größtenteils selbst erhobenen OpenStreetMap-Daten basierende Karte auf der Homepage dynamisch zu visualisieren, wurde die Open-Source-Software OpenLayers verwendet. Mithilfe einer weiteren Open-Source-Software, Overpass API, war eine farbliche Hervorhebung der getaggten Objekte möglich. Zudem wurden Pop-up-Befehle in die HTML-Datei integriert.
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Parkplatzkarte
(Benjamin Schumacher & Robin Oeden)
Jeder der schon einmal mit dem Auto in einer größeren deutschen Stadt unterwegs war, kennt die Problematik und weiß wie schwer es ist eine geeignete Parkmöglichkeit zu finden. Dies gilt auch für die Stadt Heidelberg. Da die Universitätsstadt zudem über gut ausgebaute Fahrradwege verfügt, sind viele Bürger und Studenten mit dem Fahrrad unterwegs. Aufgrund der begrenzten Anzahl der Abstellmöglichkeiten stellen viele Leute ihre Fahrräder teilweise willkürlich auf Gehwegen oder in der Fußgängerzone ab, ohne es an entsprechenden Sicherungen zu befestigen. Unser Projekt sollte Informationen bieten, sodass Autos und Fahrräder besser, schneller und sicherer in Heidelberg abgestellt werden können. Zu diesem Zweck wurden Daten über die Stadtteile Neuenheim, Bergheim und der Altstadt aufgenommen und in Open Street Map eingetragen (insgesamt wurden ca. 200 Parkflächen neu eingetragen, überprüft und berichtigt). Das Ergebnis ist eine interaktive Karte, in der alle Abstellflächen, eingetragen sind. Durch anklicken der jeweiligen Parkfläche öffnet sich ein Fenster, indem die genauen Informationen angezeigt werden.
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