-
"Erhebung von humangeographischen Daten zur Erstellung von nutzerorientierten Karten" - Wintersemester 2011/2012
Marcus Götz, Christopher Barron & Pascal Neis
Diese Webseite zeigt die Ergebnisse der Studenten eines Geländepraktikums an der Universität Heidelberg. Im Rahmen eines Semesters haben sich insgesamt 15 Studenten in fünf Gruppen aufgeteilt, um eine eigene Karte zu einem bestimmten Themengebiet zu erstellen. Das Besondere dabei war, dass die Studenten freie Geodaten vom OpenStreetMap (OSM) Projekt nutzten bzw. ihre eigenen Daten erheben sollten. Nach einer allgemeinen Einführung in das OSM Projekt und die Erarbeitung der Anforderungen an die jeweiligen Karten, haben die Studenten einen Monat lang selbstständig Daten erhoben und aufbereitet. Dabei nutzten sie im ersten Schritt die bestehenden Daten in OSM oder öffentlich verfügbaren Informationen für einen initialen Abgleich. Im zweiten Schritt wurden dann mittels GPS-Empfänger selbstständig neue Geodaten erhoben und in die OSM-Datenbank eingefügt. Für die Erstellung der eigenen web-basierten Karte wurden weitere Kenntnisse in HTML, CSS und OpenLayers vermittelt. Die Arbeitsweise, Erkenntnisse und gesammelten Erfahrungen fassten die Gruppen dann jeweils in einem Abschlussbericht und einer Abschlusspräsentation zusammen. Die erstellten Karten sowie eine Kurzzusammenfassung der Ziele aller fünf Gruppen sind nachfolgend zu finden:
-
Spielplatzkarte
(Julia Lekander, Hannes Diether, Maeva Gisdal)
Obwohl es viele Spielplätze gibt, existiert kein zentrales Verzeichnis in dem sich Kinder und Eltern über nahegelegene Spielplätze informieren können. Um diese Informationslücke zu schließen, wurde eine web-basierte Karte von Heidelberg auf der Grundlage von OpenStreetMap Daten erstellt. Diese Karte zeigt alle öffentlich zugänglichen Spielplätze in Heidelberg als rot-leuchtende Polygone. Die Karte ist mit genauen Details hinsichtlich Ausstattung und Zustand der Spielplätze versehen. Die Informationen sollten hierbei von der Ausstattung, über die Öffnungszeiten bis zu Zugänglichkeit und Einfriedung reichen. Im Rahmen der Erstellung wurde die Karte in eine interaktive Webseite eingebettet und mit Informationen und Fotos in Popup-Fenstern versehen. Ebenso wurden die erhobenen Daten mit der OSM-Datenbank abgeglichen und gegebenenfalls ergänzt. Die Karte soll es Kindern und Eltern ermöglichen, geeignete Spielplätze in der Umgebung zu finden. Auch die Planung von Ausflügen von Kindergruppen, Kindergeburtstagen oder Kindertagesstätten soll durch die Karte erleichtert werden. Durch ein jugendgerechtes, ansprechendes Layout der Webseite können Kinder zudem einen einfachen und bequemen Umgang mit Internetseiten erlernen.
Link -
Rollstuhlkarte
(Tim Nöldeke, Konstantin Wolfinger, Daniel Zollt)
Die steigende Anzahl von Menschen mit einer anerkannten schweren Behinderung und somit auch die der Rollstuhlfahrer/innen macht es notwendig, dass sich vermehrt über die Behindertenfreundlichkeit und Barrierefreiheit von Gebäuden der verschiedensten Art Gedanken gemacht wird. Dieses Projekt soll Rollstuhlfahrer/innen mit einem Hochschulabschluss einen Überblick über die Rollstuhltauglichkeit der Institute der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg geben. Da die Karte für Nutzer von „normalen“ Rollstühlen sowie für Nutzer von Elektrorollstühlen gleichermaßen nützlich sein soll, war das wichtigeste Kriterium für die Erstellung der Karte die vollständige Barrierefreiheit der einzelnen Universitätsgebäude. Die Barrierefreiheit umfasst sowohl das Innere des Gebäudes als auch den Zugang zu diesem. Weitere wichtige Kriterien für die Bewertung war das Vorhandensein von Behindertentoiletten und Aufzügen. Hat ein Gebäude alle drei Kriterien erfüllt wurde es als „behindertengerecht“ eingestuft und das Polygon wird in der fertigen Karte in „grün“ dargestellt. Gebäude die nur teilweise behindertengerecht sind werden „gelb“ und Gebäude, wo ein für Rollstuhlfahrer unüberwindbares Hindernis wie z. B. eine mehrstufige Treppe den Zutritt versperrt, „rot“ dargestellt. Um weitere Informationen zu erhalten, können die Gebäude angeklickt werden und man kann so beispielsweise erfahren ob es möglich ist den Lastenaufzug zu benutzen.
Link -
Hotelkarte
(Nina Binder, Lukas Strohmaier, Nele Stoldt)
Das Ziel unseres Projekts bestand in der Entwicklung einer umfangreichen Hotelkarte für den Tourismusstandort Heidelberg. Dabei wurden zunächst alle fehlenden Unterkünfte in OpenStreetMap eingetragen oder fehlende Zusatzinformationen der vorhandenen Hotels, Hostels und Gasthäuser ergänzt. Unser abschließendes Ergebnis ist eine ausführliche Hotelkarte von Heidelberg. Wir haben insgesamt zu 68 Hotels, 6 Pensionen und 4 Jugendherbergen Informationen gesammelt und diese Informationen in OSM eingefügt. Um diese Ergebnisse auch im Internet präsentieren zu können, wurde eine Webseite mit unserer Karte erstellt. Auf dieser Karte sind alle 78 Unterkünfte von Heidelberg eingezeichnet. Die wichtigsten Informationen von 11 dieser 78 Unterkünfte, welche sich an dem Bismarckplatz befinden, wurden auf unserer OpenLayers-Karte graphisch dargestellt, sodass der Nutzer mit einem Klick auf das Hotel, die Pension oder das Hostel dessen Namen, Anzahl Sterne, Telefonnummer, sowie ein Link zum Internetauftritt der Unterkunft und ein Bild von dieser Unterkunft in einem Pop-Up-Fenster zu sehen bekommt.
Link -
Lichtkarte
(Philipp Eisinger, Stefanie Keuerleber, Dirk Eller)
Ist man bei Nacht unterwegs – besonders zu Fuß – kommt einer ausreichenden Straßenbeleuchtung auf der gewählten Route eine erhebliche Bedeutung zu. Sie beeinflusst nicht nur das persönliche Sicherheitsgefühl, sondern kann auch dazu beitragen, tatsächlich vorhandene Gefahren rechtzeitig zu erkennen und ihnen auszuweichen. Das Ziel des Projektes war es nun, es Interessierten zu ermöglichen, diesen Aspekt in die Planung ihres Weges durch das nächtliche Heidelberg zu integrieren. Zu diesem Zweck wurden Informationen über die Beleuchtung der Straßen in Neuenheim und im Neuenheimer Feld gesammelt und in die OpenStreetMap-Datenbank eingepflegt (insgesamt wurden 1568 Straßenlaternen aufgenommen). Die Karte enthält neben den Laternen aber noch weitere Information, die für den Nutzer der Karte ebenfalls hilfreich sein kann: Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs.
Link -
Citytouren
(Andreas Schuster, Firaz Atmali, Sabine Tosic)
Das Ziel unseres Projekts ist es Karten zu erstellen, welche unterschiedlichen Nutzern die Möglichkeit gibt die Stadt Heidelberg auf eigene Faust zu erkunden. Also stellte sich für uns zunächst die Frage, welche Sehenswürdigkeiten die Stadt Heidelberg bietet und für welche Zielgruppen diese interessant sein könnten. Auch musste überlegt werden, wie viel Zeit die einzelnen Aktivitäten in Anspruch nehmen werden, um die Zusammenstellung, die Abfolge und den zeitlichen Rahmen für eine Tour realistisch abschätzen zu können. Neben dem Verlauf der Route hat der Betrachter der von uns erstellten Karten, die Möglichkeit sich die POIs nach Kategorie (z.B. Hotel, Ausgehen oder Restaurant) anzeigen zu lassen, sowie Kontaktinformationen abzurufen. Er kann somit selbst sehen, welche Aktivitäten sich in der Nähe des Verlaufs einer Tour befinden und so auch individuelle Interessen mit einfließen lassen. Wir haben uns für die Umsetzung der Touren für vier Zielgruppen entschieden. Mit jeweils unterschiedlichem Fokus haben wir für Familien mit kleinen Kindern die Bambini-Tour, für Studenten und junge Erwachsene die Studenten-Tour, für Menschen mit kulturellem Interesse an Heidelberg die Museums-Tour und für die Nutzer, die einfach Urlaub machen und sich erholen wollen die Entspannungs-Tour erstellt.
Link